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Google Cloud-Dienste im deutschen Rechenzentrum – und jetzt!?

Das Interesse am deutschen Cloud-Markt ist ungebremst. Jetzt folgt Google mit einem Rechenzentrum in Deutschland. Aber was steckt hinter den Google-Cloud Angeboten?

Nach Microsoft, Amazon und Salesforce bietet nun auch Google Cloud-Dienste aus einem deutschen Rechenzentrum an, was erneut die Attraktivität des Standorts Deutschland beweist. Der Kundenwunsch war sicherlich der Treiber diesen Weg zu gehen, da die anhaltenden Sicherheitsbedenken der deutschen Kunden das Cloud-Geschäft bei vielen Anbietern ausbremst.

Google kennt jeder, aber Google als Anbieter von Rechenzentrumskapazitäten ist nicht so bekannt, wie die eigentlichen Suchmaschine, zu mindest nicht in Deutschland. Im Rahmen meines Artikels möchte ich hierzu die wichtigsten Fakten liefern, um einen ersten Eindruck der Lösungen und der Dienste zu bieten.

Folgendes möchte ich hier beleuchten:

  • Google Rechenzentren
    • Regionale Aufteilung der Rechenzentren
    • Globale Netzwerk
  • EU-Datenschutzrichtlinien
    • EU-US- / Schweiz-US-Datenschutzschild
    • EU- Mustervertragsklauseln
  • Preise/ Produkt-Kalkulator
  • Testzugang
  • Weiterführende Informationen
  • Fazit

Google Rechenzentren

Für 1 Milliarde Gmail-Nutzer, 6 Milliarden Stunden an YouTube Videos und Google Search betreibt Google globale Rechenzentren in mehr als 10 Regionen, auf welche Unternehmen mit ihren eigenen Diensten bauen können. Was dies im Einzelnen bedeutet zeigt Google sehr anschaulich in seiner Datacenter-Tour, da es beim Betrieb von Rechenzentren um mehr geht, als nur die reine Bereitstellung von Rechenleistung. „360°-Tour durch ein Google-Rechenzentrum“ – Link.

Regionale Aufteilung der Rechenzentren

Google teilt seine Rechenzentren, wie auch die anderen großen Cloud-Payer, in Regionen auf. Für Europa bietet Google insgesamt 3 Regionen an:

  • europe-west1 (St. Ghislain, Belgien – Link-Details)
  • europe-west2 (London, Großbritannien)
  • europe-west3 (Frankfurt, Deutschland)

Eine vollständige Liste aller Regionen kann über den folgenden Link aufgerufen werden: Link-Details

Regionale Aufteilung der Rechenzentren con Google weltweit

Quelle: Google Webseite – Link

Bei der Auswahl der Ressourcen legen Unternehmen gleichzeitig die Region fest, in welcher zukünftig die Dienste gehostet werden sollen. Um Ausfälle zu vermeiden, betreibt Google innerhalb einer Region mehrere Zonen, die unabhängig von einander betrieben werden. Beispielsweise verfügt jede Zone über eigene Kühlung, Strom, Netzwerk und Steuerungsebenen. Somit können Unternehmen redundante Dienste entweder innerhalb einer Region oder regionsübergreifend aufbauen und betreiben.

Für das Jahr 2017/2018 befinden sich weitere Regionen in der Planung- Link-Details:

  • Niederlande
  • Los Angeles
  • Finnland
  • Montreal
  • Mumbai
  • Sao Paulo

Globales Netzwerk

Im Rahmen des globalen Bereitstellungsmodells von Rechenzentren betreibt Google ein weltumspannendes Netzwerk, welches die optimale Anbindung der einzelnen Rechenzentren untereinander ermöglicht.

Google Backbone-Netzwerk weltweit

Quelle: Google Webseite – Link

EU-Datenschutzrichtlinien

Das Datenschutzrecht spielt in Europa und insbesondere in Deutschland eine wichtige Rolle. Nach dem der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 6. Oktober 2015 das Safe Harbor-Abkommen für ungültig erklärt hat, kann seit dem 1. August 2016 eine Nachfolgereglung mit dem Namen EU-US Privacy-Shield angewandt werden.

Google ist für das EU-US und das Schweiz-US Datenschutzschild zertifiziert. Die weiterführenden Informationen können über folgenden Webseite abgerufen werden – Link.

Ebenfalls bietet Google die EU-Mustervertragsklauseln an, welche ein standardisiertes Vertragswerk sind, das in Verbindung zwischen Dienstanbietern und ihren Kunden Anwendung findet – Link.

–       EU-US- und Schweiz-US-Datenschutzschild/ EU-Mustervertragsklauseln – Link

Produkte und Verfügbarkeit

Was wird wo als Dienst angeboten? – Das ist die zentrale Frage bei der Bereitstellung von Cloud-Lösungen. Je nach Anwendungsszenario kann dies ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl für den Cloud-Anbieter sein. Der folgende Link bietet eine Übersicht der verfügbaren Dienste (Compute, Storage, BigData etc.) nach Regionen. Deutschland ist als Standort noch nicht gelistet, wird aber sicherlich in Kürze folgen – Link.

Beispielsweise biete Google im Bereich Infrastructure as a Service einzelne Compute Engine Instanzen an, angefangen bei Shared vCPUs (0,60 GB RAM) bis hin zu High-End Systemen mit 64 vCPUs (416 GB RAM) und die für den Betrieb notwendigen Betriebssysteme, wie Linux (Debian, CentOS, CoreOS, Ubuntu etc.), Windows Server oder SQL Server.

Weitere Angebote sind App-Engine, Container Engine, Cloud Storage, Networking, Cloud Functions etc. Eine vollständige Liste kann über die folgende Webseite aufgerufen werden – Link.

Preise/ Produkt-Kalkulator

Ein nicht zu verachtender Aspekt für die Nutzung von Cloud-Diensten ist der Preis für die einzelnen Ressourcen. Wie auch die Marktbegleiter bietet Google ein „Pay-as-you-go“-Model mit minutengenauer Abrechnung an, welches keine Vorauszahlung und Grundgebühren enthält. Unter dem Slogan „Preisinnovation“ offeriert Google Rabattprogramme von bis zu 80%, abhängig von der Ressource und Nutzung. Darüber hinaus werden Empfehlungen anhand der Nutzung ausgesprochen, so dass darüber kontinuierliche Einsparpotenziale ohne größeren Verwaltungsaufwand erreicht werden können – Link.

Über einen webbasierenden Kalkulator können erste einzelne Szenarien durchgerechnet werden – Link.

Testzugang

Um sich einen ersten Eindruck über die Möglichkeiten zu verschaffen, bietet Google unterschiedliche Möglichkeiten für Test-Szenarien an, beispielsweise die folgende Option „12-month, $300 free trial“ – Link.

Weiterführende Informationen

Im Rahmen meines Artikels ist es mir nicht möglich alle Bereiche bzw. Aspekte des Google- Cloud Angebots zu betrachten, anbei weiterführende Links zu den einzelnen Themenbereichen:

Fazit

Von Cloud-Anbietern erwarten viele deutsche Unternehmen, dass die Daten in deutschen Rechenzentren gespeichert werden. Ob Google den beiden zwei großen globalen Cloud-Playern (Amazon AWS/ Microsoft) in Deutschland Paroli bieten kann, wird sicherlich die Zeit zeigen aber letztendlich wird der Erfolg von der Akzeptanz der Unternehmen abhängen. Kriterien für eine erste Auswahl des richtigen Anbieters könnten beispielsweise folgende Punkte sein: Ort der Datenspeicherung, Sicherheitsarchitektur, Datenimport und – export, Datenschutz, Rechtemanagement, Implementierbarkeit und die passende Struktur für das eigene Unternehmen.

 

 


Alle Angaben ohne Gewähr, Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

 

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