Microsoft Teams ersetzt Skype for Business. Tipps für Ihr Unternehmen.

Für viele Unternehmen war es wie ein Paukenschlag als Microsoft angekündigt hat, dass Microsoft Teams zukünftig Skype for Business ablösen wird! Aber wie kann der Übergang erfolgreich gelingen?

Im Rahmen der Ignite hat Microsoft die Roadmap bis Q4 2018 für die Tansition von Skype for Business nach Microsoft Teams veröffentlicht. Ziel ist es, dass Teams Skype for Business incl. Client ablöst. Aber Veränderungen brauchen Zeit, gerade in Unternehmen, die bereits eine Skype for Business Landschaft betreiben.

Im Rahmen dieses Beitrags möchte ich auf folgende Punkte eingehen:

  • Skype for Business & Teams: “Islands mode“
  • Skype for Business & Teams: „collaboration–only mode“
  • Skype for Business & Teams: “collaboration and meetings mode”
  • Skype for Business & Teams: „Teams-only mode“
  • Skype for Business & Teams: „Skype for Business-only mode”
  • BIG Picture Skype for Business & Teams Coexistence/ Upgrade

 

Skype for Business & Teams: “Islands mode“

Hierbei handelt es sich um den Standard-Mode (Default). Skype for Business und Microsoft Teams können gleichzeitig genutzt werden, ohne einzelne Funktionen auf eine Plattform zu begrenzen.

Skype for Business & Teams: “Islands mode“ ist für Unternehmen interessant, die sehr schnell Microsoft Teams bereitstellen möchten. Damit die schnelle Bereitstellung gelingt, ist es wichtig, dass die Mitarbeiter im Vorfeld umfangreich geschult werden. Ansonsten könnte es zu Verwirrungen durch die überschneidenden Funktionen beider Plattformen kommen kann – „Welche Lösung nutze ich wofür?“

  • Situation: Smaller or simpler Skype for Business deployment
    Ability and willingness to manage some short-term complexity to move to Teams more quickly
  • Short-term goals: Go to the full Teams experience as quickly as possible
    Conduct a proof of concept (PoC) of Teams
  • Advantages: Simple to operate, no interoperability
    Best Teams experience up-front for all capabilities
  • Caveats: Requires good user communication to avoid confusion and to drive usage toward Teams.
    Exit strategy requires users to have fully adopted Teams by the time Skype for Business is decommissioned
Quelle: Microsoft

Skype for Business & Teams: collaboration–only mode

In diesem Mode gibt es so gut wie keine Überschneidungen zwischen Microsoft Teams und Skype for Business. Ein großer Teil der Kommunikation erfolgt weiterhin über Skype for Business, da die Funktionen in Microsoft Teams, wie private Chats, Calling und Meetings deaktiviert sind. 

Der Microsoft Teams collaboration–only Mode ist gerade für Unternehmen interessant, die erst seit kürzerer Zeit Skype for Business nutzen. Durch die klare Abgrenzung der Funktionen wird vermieden, dass die Mitarbeiter verwirrt werden, welches Tool sie für welche Art der Kommunikation nutzen sollen.

  • Situation: Skype for Business deployment with requirements that aren’t yet met by Teams (for example, advanced compliance)
    Long-term need for and/or commitment to Skype for Business
  • Short-term goals: Start Teams adoption quickly, focusing on group collaboration first
    Want to keep all unified communications workloads on Skype for Business for now
  • Advantages: No overlapping capabilities between Teams and Skype for Business
    Instant messaging and chat will reside in Skype for Business (tied to calling)
Quelle: Microsoft

Skype for Business & Microsoft Teams: “collaboration and meetings mode”

Im Gegensatz zu dem “collaboration–only mode” wird in diesem Mode der Funktionsumfang um die Möglichkeit der Planung und Durchführung von Meetings erweitert. Private Chats sowie Sprach- und Videoanruf-Funktionen verbleiben weiterhin auf der Skype for Business Plattform. 

Der Microsoft Teams “collaboration and meetings mode” ist für Unternehmen interessant, die einen soften Übergang zu Microsoft Teams planen und bereits im ersten Schritt die ersten Mehrwerte in Form der Teams Meeting-Funktionen nutzen möchten, ohne die beiden Plattformen hart abzugrenzen. Durch dieses Vorgehen werden die Mitarbeiter Schritt für Schritt an die Mehrwerte von Microsoft Teams heran geführt.

  • Situation: Skype for Business deployment with significant use of enterprise voice and requirements that aren’t yet met by Teams calling
    Long-term need for and/or commitment to Skype for Business
    Might be using a third-party meeting service
  • Short-term goals: Start Teams adoption quickly, going beyond group collaboration
    Improve your users’ meetings experience
  • Advantages: No overlapping capabilities
    High-value meetings on Teams (WebRTC, cloud meeting recordings, and so on)
  • Caveats: Instant messaging and chat will reside in Skype for Business (tied to calling)
Quelle: Microsoft

Skype for Business & Teams: „Teams-only mode“

In diesem Mode wird Microsoft Teams als primäres Kommunikations- und Kollaborationswerkzeug für Mitarbeiter im „Teams-only mode“ verwendet, beispielsweise IM-, Chat-, Präsenzanzeige-, Anruf- oder Besprechungsfunktionen. Die Kommunikation mit Mitarbeitern, welche sich nicht im „Teams-only mode“ befinden ist aber weiterhin durch die Interoperabilitätsfunktionen zwischen Teams und Skype möglich.

Dieser Modus ist für Unternehmen interessant, die eine softe Migration zu Microsoft Teams planen, oder im ersten Stepp lediglich einzelnen Benutzergruppen, Arbeitsgruppen, Standorten oder Unternehmensteilen alle Microsoft Teams Funktionalitäten zur Verfügung stellen möchten.

  • Situation: Some users need to stay on Skype for Business
    You’re upgrading your Skype for Business Online users to Teams while keeping Skype for Business on-premises users on Skype for Business Server. You might have already deployed users in islands mode and are ready to retire Skype for Business for groups of users.
  • Short-term goals: Reduce variable costs on Skype for Business (on-premises server operations, outsourcing contract, and so on)
    Go to the full Teams experience as quickly as possible, for at least some users
  • Advantages: Limits user confusion by providing only one client to work with
  • Caveats: Interoperability only supports basic chat and calling between Skype for Business and Teams
Quelle: Microsoft

Skype for Business & Teams: „Skype for Business-only mode”

Dieser Modus dürfte gerade für Unternehmen interessant sein, die nicht allen Mitarbeitern Microsoft Teams zur Verfügung stellen möchten. Dieser Modus deaktiviert für diese Mitarbeiter Microsoft Teams, aber durch die Interoperabilitätsfunktionen zwischen Teams und Skype for Business ist eine Kommunikation zwischen den beiden Lösungen möglich.

Einsatzgebiete für diesen Modus könnten beispielsweise Mitarbeitergruppen sein, die lediglich auf die reine VOIP-Lösungen von Skype angewesen sind – Produktion, Rezeption und viele mehr.

  • Situation: Some users need to stay on Skype for Business
  • Short-term goals: Limits user confusion by providing only one client to work with
  • Advantages: Continue to meet business requirements that currently can only be met by Skype for Business
  • Caveats: Interoperability only supports basic chat and calling between Skype for Business and Teams
Quelle: Microsoft

BIG Picture Skype for Business & Teams Coexistence/ Upgrade

Die folgenden PIG-Picture veranschaulichen sehr gut, welche verschiedenen Möglichkeiten bzw. Modi es gibt für das Upgrade hin zu Microsoft Teams, bzw. der Koexistenz.

Skype for Business & Teams Coexistence/ Upgrade
Quelle: Microsoft – Skype for Business & Teams Coexistence/ Upgrade

Sukzessive Upgrade Modelle von Skype for Business hin zu Microsoft Teams.

Simple:

Skype for Business & Teams Coexistence/ Upgrade
Quelle: Microsoft – Skype for Business & Teams Coexistence/ Upgrade

Complex:

Skype for Business & Teams Coexistence/ Upgrade
BIG Picture Skype for Business & Teams Coexistence/ Upgrade

 

Fazit

Microsoft wird langfristig Skype for Business auslaufen lassen und durch Microsoft Teams ablösen. Sie bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten an, damit diese Transition gelingt. So vielfältig die Möglichkeiten für die Transition sind, umso vielfältiger sind die Faktoren, die es im eigenen Unternehmen zu berücksichtigen gilt, beispielsweise die Anzahl der unterschiedlichen Generationen im Unternehmen, Länderorganisationen, Standorte, Prozess und vieles mehr.

Die technische Umsetzung ist eine der kleineren Hürden die es zu nehmen gilt. Nur wenn es gelingt die Mitarbeiter frühzeitig in den Mittelpunkt aller Bemühungen zu stellen, beispielsweise durch Trainings oder einer klaren Kommunikationsstrategie, wird dieser Weg zu einem Erfolg, wodurch die Mehrwerte von Microsoft Teams als Collaboration Lösung im Unternehmen erst gehoben werden.

 

 


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