Virtual Reality als Chance für das Recruiting von Fachkräften

Auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt müssen sich Unternehmen etwas einfallen lassen, um Fachkräfte im Rahmen der Candidate Journey gewinnen zu können. Modernste Technologien wie Virtual Reality stellen einen Lösungsbaustein dar, aber wie?


LeseTipp: „Drei Bereiche in denen Virtual Reality unser Arbeitsleben und die Unternehmen verändern wird!“


Virtual und Augmented Reality halten zunehmend Einzug in Unternehmen aller Branchen und werden die Arbeitswelt grundlegend verändern. Dies ist mittlerweile nicht mehr nur in Expertenkreisen unbestritten. Dies ist auch der Grund warum Personalabteilungen diese Technologie immer mehr für sich entdecken. Aber wo genau liegen mögliche Anwendungsfelder im Bereich Human Resources in Verbindung mit Virtual und Augmented Reality?

Im Rahmen dieses Blogbeitrages möchte ich sie für neue Ansätze im Bereich Recruiting anhand konkreter Szenarien sensibilisieren.

Imagefilme als moderne Form der Stellenwerbung sind nichts Neues. Wenige Minuten lang sollen Sie den potenziellen Bewerbern ein Bild vom eigenen Unternehmen vermitteln. Aus meiner Sicht sind diese vergleichbar mit den Hochglanzbroschüren vieler Unternehmen. Sie sind aufwendig produziert, viele Unternehmen haben sie, der Mehrwert in der heutigen Zeit ist jedoch sehr gering und längst vom Content-Marketing im Rahmen der Neukundenakquise abgelöst worden. So wird es auch mehr und mehr den klassischen Imagefilmen ergehen, mit denen man weder potenzielle Bewerber noch Kunden wirklich hinter dem Ofen hervorlocken kann.

Um die Fachkräfte von morgen für sich zu gewinnen muss die „Candidate Journey“  auf ein neues Level gebracht und intensiver gestaltet werden. Sprich, das eigene Unternehmen muss sich von der breiten Masse abheben – „War for talent“, aber wie?

Virtuall Reality (VR) ist ein Lösungsbaustein um potenziellen Bewerbern orts- und zeitunabhängig einen immersiven Einblick in die jeweilige Arbeits- und Berufswelt anzubieten – als wären sie tatsächlich am Ort des Geschehens. Sie schafft den Spagat zwischen Authentizität und Unterhaltung und vermag so noch wirkungsvoller Bewerber für das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle zu begeistern.

Virtuell den „neuen“ Job erleben

Die Deutsche Bahn (DB) bietet neben den klassischen Videos zu den rund 500 Berufen ebenfalls die Möglichkeit an, diese innerhalb eines VR-Showrooms als 360 Grad Immersion (Rundumblick) zu erleben. Um das perfekte VR-Erlebnis zu genießen, bedarf es nur eines Handys und die DB Cardboards  bzw. alternativ einer VR-Brille. Dieser neue Ansatz bietet ein hohes Potenzial bei der Zielgruppe junger Bewerbern.

Bauingenieur in der Verkehrsinfrastruktur – 360 Grad Video

 

Virtuelle Arbeitgeberinhalte

Eine wichtige Frage, die sich potenzielle Kandidaten immer wieder vor der eigentlichen Bewerbung stellen: „Wie mag das Unternehmen wohl von „innen“ aussehen, wo ich später ggf. arbeiten werde?“ Virtual Reality bietet die Möglichkeit Einblicke in Bereiche zu bekommen, die oftmals frühestens am ersten Arbeitstag oder während der Bewerbungsphase zu sehen sind.

Die folgenden zwei Beispiele veranschaulichen wie eine mögliche Antwort aussehen könnte.

Bayer: Professions – IT Specialists

General Mills: Fokus virtueller 360 Grad Rundgang

 

Think Bigger – zukünftige Möglichkeiten

Virtual und Augmented Reality sind der erste Schritt im Rahmen der Candidate Journey. Wenn es gelingt diese Technologien mittels einer Chat-Bot-Integration an bestehende Bewerbermanagement-Systeme anzubinden, kann die Candidate Journey automatisiert an die weiteren Schritte im Recruitingprozess angebunden werden. Beispielsweise kann die „Absprungrate“ bei der Candidate Journey reduziert werden, da der Bewerber just-time und darüber hinaus seine Fragen stellen kann.

 

Fazit

Aktuell kristallisieren sich im Bereich Human Resources immer mehr Anwendungsgebiete heraus, in denen zukünftig Virtual bzw. Augmented Reality nicht mehr wegzudenken sind. Die Beispiele in diesem Artikel zeigen die ersten Gehversuche auf und dass hinter diesen technologischen Möglichkeiten mehr steckt, als nur ein vorübergehender Hype. Ich persönlich sehe hier ein großes Potenzial, gerade wenn man bedenkt, dass die Einstiegskosten bereits im erschwinglichen Bereich liegen.

Letztendlich zählt am Ende des Tages nur eins: Wer gewinnt den Run um die begehrten Fachkräfte auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt?

 

 

 

 


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